Privacy by design/by default

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Privacy by design/by default

Was bedeutet Privacy by design/by default?

Der Begriff „privacy by design“ beschreibt sinngemäß das Prinzip Datenschutz durch (Technik-)Gestaltung. Unter Berücksichtigung des Stands der Technik, der Implementierungskosten sowie der Art, des Umfangs, der Umstände und der Zwecke der Verarbeitung sowie der unterschiedlichen Eintrittswahrscheinlichkeit und Schwere der mit der Verarbeitung verbundenen Risiken für die Rechte und Freiheiten natürlicher Personen trifft der Verantwortliche sowohl zum Zeitpunkt der Festlegung der Mittel für die Verarbeitung als auch zum Zeitpunkt der eigentlichen Verarbeitung geeignete TOM, die dafür ausgelegt sind, die Grundsätze des Datenschutzes wirksam umzusetzen und die notwendigen Garantien in die Verarbeitung aufzunehmen, um den Anforderungen der DSGVO zu genügen und die Rechte der Betroffenen zu schützen (Art. 25 Abs. 1 DSGVO).

Der Begriff „Privacy by default“ beschreibt hingegen das Prinzip Datenschutz durch Voreinstellung. Der Verantwortliche trifft gemäß Art. 25 Abs. 2 DSGVO geeignete TOM, die sicherstellen, dass durch Voreinstellung nur personenbezogene Daten, deren Verarbeitung für den jeweiligen bestimmten Zweck der Verarbeitung erforderlich ist, verarbeitet werden. Diese Verpflichtung gilt für die Menge der erhobenen personenbezogenen Daten, den Umfang ihrer Verarbeitung, ihre Speicherfrist und ihre Zugänglichkeit. Solche Maßnahmen müssen insbesondere sicherstellen, dass personenbezogene Daten durch Voreinstellungen nicht ohne Eingreifen der Person einer unbestimmten Zahl von natürlichen Personen zugänglich gemacht werden.

Praxisbeispiel

Beim Entwickeln einer neuen App werden Privatsphäre-Einstellungen standardmäßig auf datenschutzfreundliche Optionen gesetzt, was dem Prinzip ‘Privacy by design/by default’ entspricht.

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