Mit dem Release 7.10.3.1, das am 30. September 2026 in Deutschland und am 01.10.2026 in den USA bereitgestellt wird, wird 2B Advice PrIME insbesondere bei der Verwaltung von Verarbeitungstätigkeiten (DPP) erweitert. Verarbeitungstätigkeiten können künftig gezielt deaktiviert werden. Bei der Erstellung einer neuen Version besteht zudem die Möglichkeit, die vorherige Version automatisch zu deaktivieren.
Daneben enthält das Release Korrekturen bei der Neuberechnung von Verarbeitungstätigkeiten und bei den Berechtigungen von Local DPOs sowie weitere Sicherheitsverbesserungen.
Verarbeitungstätigkeiten deaktivieren
Verarbeitungstätigkeiten können sich im Laufe der Zeit verändern. Prozesse werden eingestellt, durch andere Prozesse ersetzt oder in einer neuen Version fortgeführt. Für die Dokumentation ist deshalb relevant, ob eine Verarbeitungstätigkeit weiterhin aktiv genutzt wird oder nicht mehr Bestandteil der aktuellen Verarbeitung ist.
Bisher ließ sich dieser Lebenszyklus in PrIME nur eingeschränkt abbilden. Insbesondere bei der Erstellung einer neuen Version musste der Status der vorherigen Version gesondert berücksichtigt werden. Dadurch konnten die bisherige und die neue Version einer Verarbeitung
stätigkeit gleichzeitig als aktiv geführt werden.
Mit dem neuen Release kann eine Verarbeitungstätigkeit unmittelbar aus ihrer Übersicht heraus deaktiviert werden. Hierfür steht die neue Aktion „Deactivate“ / „Deaktivieren“ zur Verfügung.
Ist die betreffende Verarbeitungstätigkeit bereits deaktiviert, steht die Aktion nicht erneut zur Verfügung. PrIME berücksichtigt den bestehenden Status und deaktiviert die entsprechende Schaltfläche.
Zur Deaktivierung wird die betreffende Verarbeitungstätigkeit geöffnet und in ihrer Übersicht die Aktion „Deaktivieren“ ausgewählt. Anschließend wird die Verarbeitungstätigkeit als deaktiviert geführt.
Damit lassen sich nicht mehr relevante oder eingestellte Verarbeitungstätigkeiten von den weiterhin genutzten Verarbeitungstätigkeiten unterscheiden.
Vorherige Version bei der Versionierung deaktivieren
Bisher blieb die vorherige Version einer Verarbeitungstätigkeit grundsätzlich aktiv, wenn eine neue Version erstellt wurde. Sollte ausschließlich die neue Version weitergeführt werden, musste der Status der bisherigen Version deshalb zusätzlich berücksichtigt werden.
Mit dem Release wird beim Erstellen einer neuen Version die Option
„Deactivate previous version“ / „Vorherige Version deaktivieren“
ergänzt.
Wird diese Option ausgewählt, erstellt PrIME die neue Version und deaktiviert gleichzeitig die vorherige Version. Die Versionierung und die Statusänderung können damit in einem Vorgang durchgeführt werden.
Die Option ist standardmäßig nicht aktiviert. Das bisherige Verhalten bleibt damit zunächst bestehen. Soll die bisherige Version weiterhin aktiv bleiben, ist keine weitere Auswahl erforderlich.
Soll die bisherige Version dagegen durch die neue Version ersetzt werden, kann die Option „Vorherige Version deaktivieren“ aktiviert werden. PrIME deaktiviert die bisherige Version anschließend im Rahmen der Versionserstellung.
Zentrale Konfiguration der Deaktivierungsfunktion
Die Möglichkeit zur Deaktivierung von Verarbeitungstätigkeiten kann über eine Konfigurationseinstellung für Verarbeitungstätigkeiten zentral gesteuert werden.
Ist die Funktion aktiviert, stehen sowohl die Aktion „Deaktivieren“ in der Übersicht einer Verarbeitungstätigkeit als auch die Option „Vorherige Version deaktivieren“ bei der Erstellung einer neuen Version zur Verfügung.
Ist die Funktion deaktiviert, werden beide Optionen in der Benutzeroberfläche vollständig ausgeblendet.
Organisationen können damit festlegen, ob die neue Funktion zur Abbildung des Lebenszyklus von Verarbeitungstätigkeiten in ihrem PrIME-System eingesetzt werden soll.
Korrektur bei der Neuberechnung von Verarbeitungstätigkeiten
Unter bestimmten Konstellationen konnte die automatische Neuberechnung von Verarbeitungstätigkeiten in eine kontinuierliche Verarbeitungsschleife geraten. Die Berechnung wurde in diesen Fällen wiederholt angestoßen, anstatt nach erfolgreicher Verarbeitung beendet zu werden.
Die zugrunde liegende Logik wurde mit dem Release korrigiert. Nach erfolgreicher Verarbeitung wird die Neuberechnung einer Verarbeitungstätigkeit nun ordnungsgemäß abgeschlossen. Eine fortlaufende Neuberechnung unter den betroffenen Bedingungen findet nicht mehr statt.
Für Anwender ergibt sich daraus keine Änderung bei der Bedienung.
Korrektur der Berechtigungen für Local DPOs
Bei Benutzern mit der Rolle Local DPO konnte es beim Zugriff auf Reports zu Verarbeitungstätigkeiten zu einem Berechtigungsproblem kommen.
In bestimmten Fällen war der Zugriff auf entsprechende Reports nicht möglich, obwohl dieser aufgrund der dem Benutzer zugewiesenen Berechtigungen vorgesehen war.
Die Berechtigungsprüfung wurde entsprechend korrigiert. Benutzer mit der Rolle Local DPO können nach dem Update auf Reports zu Verarbeitungstätigkeiten entsprechend den ihnen zugewiesenen Berechtigungen zugreifen.
Eine zusätzliche Konfiguration durch Administratoren oder Anwender ist grundsätzlich nicht erforderlich. Die bestehenden Berechtigungen werden nach dem Update entsprechend berücksichtigt.
Sicherheitsverbesserungen
Das Release enthält mehrere Sicherheitsverbesserungen, die Berechtigungen, Zugriffskontrollen und die Systemverfügbarkeit betreffen.
Konfiguration der Berechtigungen
Nach Einführung der neuen funktionalen Rolle „BBDRO_AnswerSelector“ wurde festgestellt, dass die hierfür erforderlichen Berechtigungen in einzelnen kundenspezifischen Rollen noch nicht vollständig enthalten waren. Die betroffenen Rollen wurden deshalb um die notwendigen Berechtigungen zur Bearbeitung von Assessments ergänzt.
Damit wird sichergestellt, dass Benutzer mit entsprechend konfigurierten kundenspezifischen Rollen die vorgesehenen Funktionen innerhalb von Assessments nutzen können.
Zugriff auf Processing Activity Reports
Bei Benutzern mit der Rolle Local DPO konnte es beim Zugriff auf Processing Activity Reports zu einem Berechtigungsproblem kommen. In bestimmten Fällen war der Zugriff nicht möglich, obwohl dieser aufgrund der dem Benutzer zugewiesenen Berechtigungen vorgesehen war.
Die Berechtigungsprüfung wurde korrigiert. Benutzer mit der Rolle Local DPO können nach dem Update entsprechend ihren zugewiesenen Berechtigungen auf Processing Activity Reports zugreifen.
Verbesserung der Systemverfügbarkeit
Unter bestimmten Bedingungen konnte die Neuberechnung von Verarbeitungstätigkeiten in eine Endlosschleife geraten. Dies konnte insbesondere bei Verarbeitungstätigkeiten auftreten, deren Kritikalität für den betreffenden Benutzer nicht sichtbar war.
Die zugrunde liegende Logik wurde korrigiert. Die Neuberechnung wird nun ordnungsgemäß abgeschlossen und nicht wiederholt angestoßen. Dadurch werden eine unnötige Systembelastung und eine daraus möglicherweise resultierende Beeinträchtigung der Systemverfügbarkeit vermieden.
Für Anwender ergeben sich aus dieser Korrektur keine Änderungen bei der Bedienung von 2B Advice PrIME.
Bedeutung des Releases für die Arbeit mit Verarbeitungstätigkeiten
Ein Schwerpunkt von PrIME Release 7.10.3.1 liegt auf der Abbildung des Lebenszyklus von Verarbeitungstätigkeiten. Nicht mehr benötigte Verarbeitungstätigkeiten können künftig gezielt deaktiviert werden. Bei der Versionierung kann außerdem unmittelbar festgelegt werden, ob die bisherige Version aktiv bleiben oder im Zuge der Erstellung der neuen Version deaktiviert werden soll.
Daneben korrigiert das Release die Verarbeitung und Neuberechnung von Verarbeitungstätigkeiten sowie den Report-Zugriff für Local DPOs.
2B Advice PrIME Release 7.10.3.1 wird am 30. September 2026 bereitgestellt.




