{"id":38274,"date":"2025-05-29T10:00:29","date_gmt":"2025-05-29T10:00:29","guid":{"rendered":"https:\/\/2b-advice.com\/?p=38274"},"modified":"2025-12-10T22:53:41","modified_gmt":"2025-12-10T20:53:41","slug":"ki-kompetenz-nach-artikel-4-ki-verordnung-eu-veroeffentlicht-neue-faq","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/2b-advice.com\/de\/2025\/05\/29\/ki-kompetenz-nach-artikel-4-ki-verordnung-eu-veroeffentlicht-neue-faq\/","title":{"rendered":"KI-Kompetenz nach Artikel 4 KI-Verordnung: EU ver\u00f6ffentlicht neue FAQ"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"38274\" class=\"elementor elementor-38274\" data-elementor-post-type=\"post\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-4088e87 e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"4088e87\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-55dc6c4 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"55dc6c4\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Am 2.\u00a0Februar\u00a02025 ist die Europ\u00e4ische KI-Verordnung (EU Artificial Intelligence Act, <strong>KI-VO<\/strong>) teilweise in Kraft getreten. Diese Verordnung schafft erstmals EU-weit verbindliche Regeln f\u00fcr den Einsatz K\u00fcnstlicher Intelligenz. Eine der ersten bereits anwendbaren Verpflichtungen betrifft die <strong>KI-Kompetenz aus Artikel 4 KI-VO<\/strong>: Unternehmen und \u00f6ffentliche Stellen m\u00fcssen daf\u00fcr sorgen, dass alle Personen, die KI-Systeme entwickeln, betreiben oder anwenden, \u00fcber hinreichende Kenntnisse und F\u00e4higkeiten im Umgang mit KI verf\u00fcgen. Die EU-Kommission hat jetzt eine FAQ zu Artikel 4 KI-VO ver\u00f6ffentlicht, die einige Unklarheiten beseitigen soll.\u00a0<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-341cc97 elementor-widget elementor-widget-heading\" data-id=\"341cc97\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"heading.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<h2 class=\"elementor-heading-title elementor-size-default\">Rechtsgrundlage: Artikel 4 KI-Verordnung und Begriffsbestimmungen<\/h2>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-99270ec elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"99270ec\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p><strong>Artikel 4 KI-Verordnung (\u201eKI-Kompetenz\u201c) verpflichtet Anbieter und Betreiber von KI-Systemen<\/strong>, <em>\u201cnach besten Kr\u00e4ften sicherzustellen, dass ihr Personal und andere Personen, die in ihrem Namen mit dem Betrieb und der Nutzung von KI-Systemen befasst sind, \u00fcber ein ausreichendes Ma\u00df an KI-Kompetenz verf\u00fcgen\u201d<\/em>. Einfach ausgedr\u00fcckt: Jedes Unternehmen oder jede Beh\u00f6rde, das KI-Systeme entwickelt <strong>oder<\/strong> einsetzt, muss daf\u00fcr sorgen, dass die eigenen Mitarbeiter sowie sonstige eingebundene Personen (etwa externe Dienstleister) gen\u00fcgend Kenntnisse im Umgang mit diesen KI-Systemen haben. Dies schlie\u00dft alle Beteiligten entlang der KI-Wertsch\u00f6pfungskette ein, unabh\u00e4ngig von der Gr\u00f6\u00dfe der Organisation. So sind neben den KI-Anbietern (Hersteller\/Entwickler) insbesondere die KI-Betreiber (Nutzer von KI-Systemen in beruflichem Kontext) erfasst. Im Ergebnis also nahezu <strong>alle Unternehmen und \u00f6ffentlichen Stellen<\/strong>, die KI-Technologie einsetzen. Selbst H\u00e4ndler oder Importeure k\u00f6nnen betroffen sein, soweit sie praktisch KI-Systeme nutzen oder ihren Betrieb integrieren.<\/p><p><strong>Wer f\u00e4llt unter \u201eandere Personen, die in ihrem Namen mit KI-Systemen umgehen\u201c?<\/strong> <br \/>Artikel 4 KI-Verordnung spricht ausdr\u00fccklich nicht nur vom eigenen Personal, sondern auch von Personen, die <em>\u201cim Namen\u201d<\/em> des Anbieters oder Betreibers KI-Systeme bedienen. Gemeint sind damit z.B. <strong>externe Auftragnehmer, Dienstleister oder auch Kunden<\/strong>, die f\u00fcr die Organisation T\u00e4tigkeiten mit KI-Systemen ausf\u00fchren. Diese Personengruppen stehen zwar nicht in einem Arbeitsverh\u00e4ltnis, aber unter dem organisatorischen Verantwortungsbereich des KI-Anwenders. Praktisch bedeutet das: Wenn etwa ein Unternehmen den Betrieb eines KI-Systems an einen IT-Dienstleister auslagert, muss es sicherstellen, dass auch die dortigen Mitarbeitenden entsprechend qualifiziert sind (ggf. vertraglich abgesichert).<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-cbd66a7 elementor-widget elementor-widget-heading\" data-id=\"cbd66a7\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"heading.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<h2 class=\"elementor-heading-title elementor-size-default\">Definition der \u201eausreichenden KI-Kompetenz\u201c<\/h2>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-21e3ca0 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"21e3ca0\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Die KI-Verordnung liefert in Artikel\u00a03 Nr.\u00a056 eine Legaldefinition des Begriffs <strong>\u201eKI-Kompetenz\u201c<\/strong> (<em>\u201eAI literacy\u201c<\/em>). Demnach umfasst KI-Kompetenz alle <em>\u201eF\u00e4higkeiten, Kenntnisse und das Verst\u00e4ndnis, die es Anbietern, Betreibern und betroffenen Personen erm\u00f6glichen, unter Ber\u00fccksichtigung ihrer Rechte und Pflichten im Kontext dieser Verordnung, KI-Systeme sachkundig bereitzustellen und einzusetzen sowie ein Bewusstsein f\u00fcr die Chancen und Risiken von KI und m\u00f6gliche Sch\u00e4den zu erlangen\u201c<\/em>. Konkret lassen sich daraus folgende Aspekte ableiten:<\/p><ul><li><strong>Fachliche F\u00e4higkeiten und Wissen<\/strong>: Kenntnis dar\u00fcber, <em>was KI ist<\/em>, <em>wie KI-Systeme funktionieren<\/em> (z.B. Grundlagen maschinellen Lernens) und welche KI-Systeme in der eigenen Organisation zum Einsatz kommen. Hierzu geh\u00f6rt auch ein Verst\u00e4ndnis der <em>technologischen Funktionsweise<\/em> und der Konzepte hinter KI \u2013 etwa Datenbasis, Trainingsverfahren, Modellgrenzen \u2013 um informierte Entscheidungen \u00fcber Einsatz und Umgang treffen zu k\u00f6nnen.<\/li><li><strong>Bewusstsein f\u00fcr Chancen und Risiken<\/strong>: Verst\u00e4ndnis der <em>M\u00f6glichkeiten<\/em>, die KI im konkreten Anwendungsfeld bietet. Aber ebenso der <em>Risiken und potenziellen Sch\u00e4den<\/em>, die durch KI-Systeme verursacht werden k\u00f6nnen. Beispielsweise sollte geschultes Personal die Gefahr von Fehlentscheidungen, Diskriminierungstendenzen oder \u201eHalluzinationen\u201c generativer KI (erfundene Ausgaben) erkennen. Dieses Risiko-Bewusstsein bef\u00e4higt dazu, angemessene <strong>Schutz- und Gegenma\u00dfnahmen<\/strong> zu ergreifen.<\/li><li><strong>Technische, rechtliche und ethische Kenntnisse<\/strong>: KI-Kompetenz geht \u00fcber rein technische Schulung hinaus und umfasst auch ein Grundwissen der <strong>rechtlichen Rahmenbedingungen. <\/strong>Hierzu geh\u00f6rt die KI-VO selbst , aber auch einschl\u00e4gige Vorschriften wie die DSGVO. Hinzu kommen <strong>ethischen Prinzipien<\/strong> im KI-Kontext. So sollen Mitarbeitende z.B. die Transparenz- und Aufsichtspflichten der KI-VO (Artikel\u00a013, 14) verstehen, aber auch ethische Leitlinien (z.B. zum Umgang mit Bias oder zu menschenzentrierter KI) kennen.<\/li><li><strong>Praktische Anwendungskompetenz<\/strong>: Schlie\u00dflich erfordert KI-Kompetenz die <strong>F\u00e4higkeit, das erworbene Wissen praktisch umzusetzen<\/strong>. Mitarbeiter sollen in der Lage sein, die KI-Systeme im Alltag sachkundig zu bedienen, Ergebnisse korrekt einzuordnen und bei auftretenden Problemen richtig zu reagieren. Dies schlie\u00dft z.B. ein, KI-Ausgaben kritisch zu pr\u00fcfen, statt sie unreflektiert zu \u00fcbernehmen. Oder Eingabedaten qualit\u00e4tsgesichert aufzubereiten und im Bedarfsfall menschliche \u00dcberpr\u00fcfungen (\u201ehuman-in-the-loop\u201c) vorzunehmen.<\/li><\/ul>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-b77a13e elementor-widget elementor-widget-heading\" data-id=\"b77a13e\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"heading.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<h2 class=\"elementor-heading-title elementor-size-default\">FAQ der EU-Kommission zu Artikel 4 KI-Verordnung<\/h2>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-6119f22 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"6119f22\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>In einer FAQ hat die EU-Kommission klargestellt, dass sie f\u00fcr Artikel 4 KI-Verordnung <strong>keine starren Vorgaben<\/strong> zu Schulungsinhalten oder -formaten machen wird. Vielmehr sei ein gewisses Ma\u00df an Flexibilit\u00e4t n\u00f6tig, da <strong>KI-Technologien einem schnellen Wandel<\/strong> unterliegen und sehr unterschiedliche Anwendungsfelder abdecken. Allerdings nennt die Kommission einige <strong>Mindestaspekte<\/strong>, die eine KI-Schulungsinitiative abdecken sollte, um den Vorgaben aus Artikel\u00a04 zu gen\u00fcgen:<\/p><ul><li><strong>Grundverst\u00e4ndnis von KI innerhalb der Organisation<\/strong> \u2013 <em>\u201cWas ist KI? Wie funktioniert sie? Welche KI-Systeme werden in unserem Unternehmen eingesetzt? Welche Chancen und Gefahren bestehen?\u201d<\/em>. Alle relevanten Mitarbeiter sollten ein gemeinsames Fundament an KI-Grundlagenwissen erhalten, inklusive Kenntnis der im Unternehmen eingesetzten KI-Anwendungen und ihrer m\u00f6glichen Auswirkungen.<\/li><li><strong>Rolle der eigenen Organisation ber\u00fccksichtigen<\/strong> \u2013 <em>Ist man KI-Anbieter (entwickelt man also selbst KI-Systeme) oder KI-Betreiber (nutzt man externe KI-Systeme)?<\/em>. Davon h\u00e4ngt der inhaltliche Zuschnitt der Schulung ab. Ein KI-Entwickler ben\u00f6tigt vertiefte Kenntnisse \u00fcber Modellentwicklung und Daten, w\u00e4hrend ein reiner KI-Anwender den Fokus auf den korrekten Einsatz und die Grenzen des Tools legen sollte.<\/li><li><strong>Risikoanalyse der eingesetzten KI-Systeme<\/strong> \u2013 <em>\u201cWelche Risiken gehen von unseren KI-Systemen aus? Was m\u00fcssen Besch\u00e4ftigte dar\u00fcber wissen, um diese Risiken zu erkennen und zu mindern?\u201d<\/em>. Je nach <strong>Risikostufe<\/strong> der KI (normale oder <strong>Hochrisiko-KI<\/strong> nach der KI-VO) m\u00fcssen die Schulungen intensiver auf m\u00f6gliche Fehlerrisiken, Bias, Sicherheitsl\u00fccken oder Haftungsfragen eingehen. Personal, das mit einem Hochrisiko-KI-System (z.B. einer KI f\u00fcr die Personalauswahl oder medizinische Diagnostik) arbeitet, braucht detailliertere Unterweisung als solches, das ein gering-riskantes Assistenzsystem nutzt.<\/li><\/ul>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-25ba7f2 elementor-widget elementor-widget-heading\" data-id=\"25ba7f2\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"heading.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<h2 class=\"elementor-heading-title elementor-size-default\">Ma\u00dfgeschneiderte Qualifizierungsma\u00dfnahmen<\/h2>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-747c366 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"747c366\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Aufbauend auf dieser Analyse sollen die konkreten <strong>Schulungsma\u00dfnahmen passgenau zugeschnitten<\/strong> werden. Dabei sind <em>\u201cUnterschiede in technischem Wissen, Erfahrung, Bildung und Ausbildung der Mitarbeiter und anderen Personen\u201d<\/em> ebenso zu beachten wie <em>\u201cder Kontext, in dem die KI-Systeme eingesetzt werden, und die Personen, an denen sie verwendet werden\u201d<\/em>.<\/p><p>Praktisch bedeutet dies: Das vorhandene Know-how der einzelnen Zielgruppen ist zu erheben (z.B. Vorerfahrung mit KI, fachlicher Hintergrund), um niemanden zu \u00fcber- oder unterfordern. Gleichzeitig muss der <em>Einsatzkontext<\/em> ber\u00fccksichtigt werden: Etwa Branche und Funktion, f\u00fcr die die KI genutzt wird, sowie die betroffene Kundengruppe oder Bev\u00f6lkerung.<\/p><p>Beispielsweise ben\u00f6tigt eine IT-Expertin andere (tiefergehende) Trainingsinhalte als ein Sachbearbeiter, der eine KI-Software nur anwendet. Ebenso stellen z.B. KI-Systeme im medizinischen Bereich andere Anforderungen (z.B. zu Patientensicherheit) als solche im Marketing.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-be11a9d elementor-widget elementor-widget-heading\" data-id=\"be11a9d\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"heading.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<h2 class=\"elementor-heading-title elementor-size-default\">Risikobasierter Ansatz in Artikel 4 KI-Verordnung<\/h2>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-752e257 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"752e257\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Die Pflicht aus Art. 4 KI-Verordnung ist bewusst <em>skalierbar<\/em> ausgestaltet. Organisationen m\u00fcssen ihr KI-Kompetenzprogramm dem <strong>eigenen Risikoprofil<\/strong> anpassen. Verf\u00fcgt ein Unternehmen lediglich \u00fcber <strong>niedrigriskante KI-Tools<\/strong> (z.B. eine einfache KI-Textassistenz im Marketing), gen\u00fcgen \u00fcberschaubare Schulungsma\u00dfnahmen, um den sachgerechten Gebrauch sicherzustellen. Hat ein Unternehmen jedoch <strong>Hochrisiko-KI-Systeme<\/strong> im Einsatz (siehe Definition in Art.\u00a06 und Anhang\u00a0III KI-VO, z.B. KI-Systeme zur Bewerberauswahl oder im Personalmanagement), so <em>\u201cd\u00fcrften zus\u00e4tzliche Ma\u00dfnahmen relevant sein, um sicherzustellen, dass die Besch\u00e4ftigten wissen, wie mit dem jeweiligen System umzugehen ist und wie die Risiken zu vermeiden oder zu mindern sind\u201d<\/em>. In solchen F\u00e4llen verlangt bereits Art.\u00a026 KI-VO ausdr\u00fccklich, dass die Betreiber sicherstellen, dass ihr Personal ausreichend <strong>geschult<\/strong> ist, um das Hochrisiko-System korrekt zu bedienen und die menschliche Aufsicht wahrzunehmen. Ein blo\u00dfes \u00dcberreichen des Handbuchs an die Mitarbeitenden reicht dann keinesfalls aus.\u00a0<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-975e3b7 elementor-widget elementor-widget-heading\" data-id=\"975e3b7\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"heading.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<h2 class=\"elementor-heading-title elementor-size-default\">Format und Methoden der KI-Schulung in Unternehmen<\/h2>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-b520336 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"b520336\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Artikel 4 KI-Verordnung schreibt kein bestimmtes Format \u2013 etwa Pr\u00e4senzseminare vs. E-Learning \u2013 vor. Und auch eine <strong>starre \u201eMindeststundenzahl\u201c<\/strong> sucht man vergeblich. Die Kommission betont, dass es <em>\u201ckeine Einheitsl\u00f6sung\u201d<\/em> gibt und das AI Office keine Pflicht zum bestimmten Trainingstypus auferlegen wird. Unternehmen k\u00f6nnen daher vielf\u00e4ltige Ans\u00e4tze w\u00e4hlen: klassische Seminare, Workshops, Webinare, praxisnahe On-the-Job-Schulungen, Tutorials, interne Knowledge Bases oder regelm\u00e4\u00dfige Coaching-Sessions.<\/p><p>In vielen F\u00e4llen wird ein <strong>Mix aus Ma\u00dfnahmen<\/strong> sinnvoll sein, um unterschiedliche Lerntypen anzusprechen und eine kontinuierliche Weiterbildung sicherzustellen. Wichtig ist, dass die gew\u00e4hlten Formate effektiv sind. Die Kommission merkt an, dass ein rein passives Vorgehen (<em>\u201cMitarbeiter lesen lassen\u201d<\/em>) meist nicht gen\u00fcgt und <strong>aktive Trainings und Anleitung<\/strong> erforderlich sind. Entscheidend ist letztlich, dass die <strong>Lernziele<\/strong> \u2013 die Erlangung der oben beschriebenen Kompetenzen \u2013 erreicht werden. Die konkrete Umsetzung soll sich an der <em>Ausgangslage und dem Bedarf der Zielgruppen<\/em> orientieren.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-a92b3cb elementor-widget elementor-widget-heading\" data-id=\"a92b3cb\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"heading.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<h2 class=\"elementor-heading-title elementor-size-default\">Artikel 4 KI-Verordnung: Beispiele und Best Practices<\/h2>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-de00dd7 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"de00dd7\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Um Organisationen bei der Ausgestaltung ihrer KI-Trainingsprogramme zu unterst\u00fctzen, hat die EU-Kommission einen <strong>\u201eLiving Repository\u201c von KI-Literacy-Praktiken<\/strong> gestartet. In dieser frei zug\u00e4nglichen Online-Datenbank finden sich Praxisbeispiele und Initiativen verschiedenster Anbieter und Betreiber \u2013 unterschiedlicher Branchen, Gr\u00f6\u00dfen und L\u00e4nder \u2013 wie sie die KI-Schulung angehen. Die Beispiele zeigen u.a., wie Schulungskonzepte f\u00fcr verschiedene Mitarbeitergruppen (von Entwicklern bis Verwaltungsmitarbeitern) gestaltet werden und wie auch <strong>externe Partner<\/strong> (z.B. Zulieferer, Kunden) einbezogen werden k\u00f6nnen. Obwohl das blo\u00dfe Kopieren dieser Beispiele keine automatische Rechtskonformit\u00e4t garantiert, soll die Sammlung zum <strong>Lernen und Austauschen<\/strong> anregen. Die Kommission pflegt die Datenbank laufend und \u00fcberpr\u00fcft eingereichte Praxisbeispiele auf Transparenz und Verl\u00e4sslichkeit, bevor sie \u00f6ffentlich gelistet werden.<\/p><p>Erg\u00e4nzend veranstaltet das <strong>AI Office im Rahmen des \u201eKI-Pakts\u201c<\/strong> Webinare, Workshops und Community-Events, in denen sich Stakeholder \u00fcber Erfahrungen austauschen und Expertenwissen einholen k\u00f6nnen. Insgesamt ist das Thema KI-Kompetenz sehr dynamisch; weitere <strong>Leitf\u00e4den<\/strong> und <strong>Awareness-Ma\u00dfnahmen<\/strong> sind angek\u00fcndigt bzw. im Aufbau, darunter eine eigene Website zu KI-Kompetenzen und -Fachkr\u00e4ften. Organisationen tun gut daran, diese Entwicklungen im Blick zu behalten und von neuen Erkenntnissen und Ressourcen zu profitieren.<\/p><p>Lese-Tipp: <a href=\"https:\/\/2b-advice.com\/de\/2025\/02\/03\/ki-verordnung-ki-vo-das-gilt-ab-februar-2025-fuer-unternehmen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">KI-Verordnung &#8211; das gilt ab Februar 2025 f\u00fcr Unternehmen<\/a><\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-c2de962 elementor-widget elementor-widget-heading\" data-id=\"c2de962\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"heading.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<h2 class=\"elementor-heading-title elementor-size-default\">Dokumentation und organisatorische Einbettung<\/h2>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-814ca33 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"814ca33\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Obwohl Artikel\u00a04 keine ausdr\u00fcckliche <strong>Dokumentationspflicht<\/strong> der Schulungsma\u00dfnahmen enth\u00e4lt, ist es aus Compliance-Sicht ratsam, die Durchf\u00fchrung von Trainings intern <strong>schriftlich festzuhalten<\/strong>. Die EU-Kommission best\u00e4tigt, dass kein formelles Zertifikat vorgeschrieben ist und es den Organisationen \u00fcberlassen bleibt, Nachweise zu f\u00fchren. In der Praxis empfiehlt es sich, <strong>Teilnehmerlisten, Zertifikate oder interne Schulungsnachweise<\/strong> zu erstellen und aufzubewahren. Kommt es sp\u00e4ter zu einer beh\u00f6rdlichen \u00dcberpr\u00fcfung oder gar einem Rechtsstreit, kann das Unternehmen so belegen, welche Ma\u00dfnahmen ergriffen wurden, um Artikel\u00a04 zu erf\u00fcllen.<\/p><p>Anders als im Datenschutzrecht gibt es im KI-Recht bislang <strong>keine Pflicht zur Benennung eines KI-Beauftragten<\/strong> o.\u00e4. (anders gesagt: ein <em>\u201cAI Officer\u201d<\/em> ist nicht gesetzlich vorgeschrieben). Die EU-Kommission hat klargestellt, dass f\u00fcr Art.\u00a04 <strong>keine spezielle Governance-Struktur<\/strong> vorgeschrieben ist. Unternehmen k\u00f6nnen selbst entscheiden, wie sie intern die Verantwortung verankern. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass viele gr\u00f6\u00dfere Organisationen \u00fcberlegen, eine Art <strong>KI-Verantwortlichen<\/strong> oder ein <strong>KI-Kompetenz-Team<\/strong> zu etablieren, um die neuen Anforderungen zu koordinieren. Dies kann hilfreich sein, um zentral das Schulungsprogramm zu steuern, regelm\u00e4\u00dfige Updates zu gew\u00e4hrleisten und als Anlaufstelle f\u00fcr Fragen der Mitarbeitenden zu dienen. Denkbar ist z.B., diese Rolle dem Compliance- oder Datenschutzbeauftragten zu \u00fcbertragen oder neue Positionen wie einen <em>\u201cAI Officer\u201d<\/em> zu schaffen \u2013 teilweise werden hierf\u00fcr bereits private Zertifizierungen angeboten. Rechtlich verpflichtend ist dies \u2013 anders als beim Datenschutzbeauftragten unter der DSGVO \u2013 allerdings nicht.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-3a27f8a elementor-widget elementor-widget-heading\" data-id=\"3a27f8a\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"heading.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<h2 class=\"elementor-heading-title elementor-size-default\">Durchsetzung und Sanktionen<\/h2>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-774b224 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"774b224\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Die Pflicht aus Art.\u00a04 KI-VO <strong>gilt bereits seit dem 2.\u00a0Februar\u00a02025<\/strong> verbindlich. Unternehmen und Beh\u00f6rden k\u00f6nnen sich also nicht darauf berufen, die Regelung sei noch nicht umzusetzen. <em>De jure<\/em> ist die Schulungspflicht in Kraft. Allerdings hat der Verordnungsgeber gewisse \u00dcbergangsfristen f\u00fcr die <strong>aufsichtsrechtliche Durchsetzung<\/strong> vorgesehen. Die \u00dcberwachung und Sanktionierung von Verst\u00f6\u00dfen obliegt den <strong>nationalen Markt\u00fcberwachungsbeh\u00f6rden<\/strong>, die von jedem EU-Mitgliedstaat bis zum 2.\u00a0August\u00a02025 benannt werden m\u00fcssen. Diese Beh\u00f6rden (f\u00fcr Deutschland ist die Bundesnetzagentur vorgesehen) sollen dann ab dem <strong>3.\u00a0August\u00a02026<\/strong> mit aktiver Kontrolle und Durchsetzung beginnen. Unternehmen m\u00fcssen zwar <strong>jetzt schon<\/strong> schulen, aber <strong>staatliche Kontrollen oder Bu\u00dfgelder<\/strong> sind erst ab August\u00a02026 zu erwarten, wenn die Beh\u00f6rden ihre Arbeit aufnehmen.<\/p><p>Diese gestufte Inkraftsetzung wirft die Frage auf, ob ein Unternehmen, das bis 2025\/26 unt\u00e4tig bleibt, keine Sanktionen bef\u00fcrchten muss. \u00a0Hier ist Vorsicht geboten: Zwar k\u00f6nnen vor dem Wirksamwerden der nationalen Sanktionsvorschriften faktisch <strong>keine beh\u00f6rdlichen Strafen<\/strong> verh\u00e4ngt werden, doch ein solches Abwarten w\u00e4re riskant. Die EU-Kommission betont, dass die Pflichten \u2013 insbesondere <strong>Verbote bestimmter KI-Praktiken<\/strong> \u2013 ab 2025 gelten und eine koordinierte Anwendung der Regeln durch den AI Board (dem Gremium der Aufsichtsbeh\u00f6rden) sichergestellt wird. Unternehmen, die erst aktiv werden, wenn die Aufsicht vor der T\u00fcr steht, h\u00e4tten dann bereits <strong>eine Pflichtverletzung begangen<\/strong>.\u00a0<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-e186ebf elementor-widget elementor-widget-heading\" data-id=\"e186ebf\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"heading.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<h2 class=\"elementor-heading-title elementor-size-default\">M\u00f6gliche Sanktionen bei Verst\u00f6\u00dfen<\/h2>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-ae2713c elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"ae2713c\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Die KI-VO selbst enth\u00e4lt in Kapitel 12 allgemeine Vorgaben zu Sanktionen (Art. 99 ff.). Sie \u00fcberl\u00e4sst es aber den Mitgliedstaaten, <strong>konkrete Straf- und Bu\u00dfgeldtatbest\u00e4nde<\/strong> f\u00fcr Verst\u00f6\u00dfe festzulegen. Anders als z.B. bei den Verst\u00f6\u00dfen gegen bestimmte Hochrisiko-Pflichten (wo der EU-Gesetzgeber Maximalstrafen wie bis zu 6% des Jahresumsatzes vorgibt), ist Artikel\u00a04 KI-VO nicht explizit im EU-Bu\u00dfgeldkatalog genannt. Ob und in welcher H\u00f6he z.B. ein Bu\u00dfgeld f\u00fcr unzureichende KI-Schulungen droht, h\u00e4ngt von der nationalen Umsetzung ab. Bis dato (Stand Mai\u00a02025) hat Deutschland noch <strong>kein konkretes Gesetz<\/strong> erlassen, das die Missachtung von Artikel 4 sanktioniert. Es ist zu erwarten, dass im geplanten deutschen KI-Ausf\u00fchrungsgesetz entsprechende Bestimmungen geschaffen werden, m\u00f6glicherweise im Rahmen allgemeiner Aufsichtsma\u00dfnahmen oder Meldeauflagen.<\/p><p>Ungeachtet formaler Bu\u00dfgeldtatbest\u00e4nde gilt, dass jede Sanktion <strong>verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig<\/strong> sein muss. Die Aufsichtsbeh\u00f6rden werden im Einzelfall Faktoren wie <em>\u201cArt und Schwere des Versto\u00dfes sowie den vors\u00e4tzlichen oder fahrl\u00e4ssigen Charakter\u201d<\/em> ber\u00fccksichtigen. So wird es einen Unterschied machen, ob ein Unternehmen \u00fcberhaupt keine Vorkehrungen getroffen hat oder ob es zwar Schulungen implementiert, diese aber vielleicht l\u00fcckenhaft waren. Die Kommission deutet an, dass eine Sanktion insbesondere dann nahe liegt, <em>\u201cwenn ein Vorfall nachweislich auf fehlende angemessene Schulung oder Anleitung zur\u00fcckzuf\u00fchren ist\u201d<\/em>. Beispiel: F\u00fchrt die falsche Bedienung einer KI-Maschine durch ungeschultes Personal zu einem meldepflichtigen Sicherheitsvorfall, d\u00fcrfte die Beh\u00f6rde einschreiten. Bleiben konkrete Sch\u00e4den aus, ist eher mit der Aufforderung zur Nachbesserung als mit drakonischen Strafen zu rechnen.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-8f5dfb0 elementor-widget elementor-widget-heading\" data-id=\"8f5dfb0\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"heading.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<h2 class=\"elementor-heading-title elementor-size-default\">Zivil- und strafrechtliche Konsequenzen bei Versto\u00df gegen KI-VO<\/h2>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-b67a16d elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"b67a16d\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Neben beh\u00f6rdlichen Sanktionen kann auch die <strong>private Durchsetzung<\/strong> eine Rolle spielen. Die KI-VO selbst schafft zwar keine neue zivilrechtliche Haftungsgrundlage oder gar einen Anspruch auf Schadensersatz. Allerdings k\u00f6nnen die allgemeinen zivilrechtlichen Haftungsregeln greifen: Wenn durch mangelhafte Mitarbeiterqualifikation ein Dritter gesch\u00e4digt wird, kann dies als <strong>Versto\u00df gegen Verkehrssicherungspflichten<\/strong> oder allgemeine Sorgfaltspflichten gewertet werden. So k\u00f6nnte z.B. ein Patient klagen, wenn ein Krankenhaus eine KI-Diagnosesoftware ohne ausreichende Schulung des \u00c4rzteteams einsetzt und dadurch ein Fehldiagnose-Schaden entsteht. Oder ein Arbeitnehmer macht Arbeitgeberhaftung geltend, wenn er aufgrund fehlender KI-Schulung einen Fehler begeht, der einen finanziellen Schaden verursacht. In solchen F\u00e4llen lie\u00dfe sich argumentieren, dass das Unternehmen seine Pflicht aus Artikel 4 KI-VO verletzt und damit zugleich gegen zivilrechtliche Sorgfaltspflichten versto\u00dfen hat, was Schadenersatzanspr\u00fcche begr\u00fcnden kann. Unternehmen sollten dieses <strong>Haftungsrisiko<\/strong> ernst nehmen.<\/p><p><strong>Strafrechtliche<\/strong> Konsequenzen sind derzeit nicht explizit vorgesehen. Art.\u00a04 KI-VO begr\u00fcndet keinen Straftatbestand und die Verordnung schafft auch keine unmittelbare Grundlage f\u00fcr strafrechtliche Arbeitgeberverantwortung. Theoretisch k\u00f6nnten jedoch besonders grobe Verst\u00f6\u00dfe (etwa v\u00f6llig fehlende Sicherheitsvorkehrungen bei Hochrisiko-KI mit anschlie\u00dfendem Personenschaden) in bestehende nationale Straftatbest\u00e4nde fallen (z.B. fahrl\u00e4ssige K\u00f6rperverletzung durch Organisationsverschulden). Dies w\u00e4ren aber Ausnahmef\u00e4lle. Im Mittelpunkt steht eindeutig die <strong>pr\u00e4ventive<\/strong> und verwaltungsrechtliche Durchsetzung.<\/p><p>Quelle: <a href=\"https:\/\/digital-strategy.ec.europa.eu\/en\/faqs\/ai-literacy-questions-answers\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">AI Literacy &#8211; Questions &amp; Answers (European Commission)<\/a><\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-ae34bfa elementor-widget elementor-widget-heading\" data-id=\"ae34bfa\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"heading.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<h2 class=\"elementor-heading-title elementor-size-default\">Fazit: FAQ der EU zur KI-Kompetenz l\u00e4sst viele Fragen offen<\/h2>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-75b5e83 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"75b5e83\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Artikel 4 der KI-Verordnung r\u00fcckt den <strong data-start=\"46921\" data-end=\"46969\">Faktor Mensch ins Zentrum der KI-Regulierung<\/strong>. Neben technischen Vorgaben an KI-Systeme setzt der Gesetzgeber bewusst auf <strong data-start=\"47046\" data-end=\"47075\">Aufkl\u00e4rung und Bef\u00e4higung<\/strong> derjenigen, die mit KI arbeiten. Dies ist ein pr\u00e4ventiver Ansatz: Gut geschulte Anwender werden KI-Systeme eher korrekt bedienen, ihre Grenzen kennen und Risiken fr\u00fchzeitig erkennen. So k\u00f6nnen Zwischenf\u00e4lle und Regelverst\u00f6\u00dfe vermieden werden, bevor sie entstehen,<\/p><p>Die bisher ver\u00f6ffentlichten FAQ und Leitlinien der EU zeigen, dass man auf Zusammenarbeit und Anleitung statt auf reine Sanktionen setzt. Daher legt die jetzt ver\u00f6ffentlichte FAQ zur KI-Kompetenz auch keinen Wert auf Vollst\u00e4ndigkeit, ganz im Gegenteil. Die n\u00e4chsten Monate und Jahre werden weitere <strong data-start=\"48535\" data-end=\"48567\">Kl\u00e4rungen und Best Practices<\/strong> bringen. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass das Thema KI-Kompetenz fortlaufend <strong data-start=\"48647\" data-end=\"48667\">weiterentwickelt<\/strong> wird. Bei der Dynamik ist das auch besser so.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-46fb8b9 elementor-widget elementor-widget-heading\" data-id=\"46fb8b9\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"heading.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<h2 class=\"elementor-heading-title elementor-size-default\">Jetzt handeln: Ihre Organisation fit f\u00fcr die KI-Zukunft machen<\/h2>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-b808d47 e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"b808d47\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-768f321 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"768f321\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p data-start=\"168\" data-end=\"566\">Die Anforderungen aus Artikel 4 KI-Verordnung sind keine Zukunftsmusik \u2013 sie gelten bereits. Unternehmen und Beh\u00f6rden sind jetzt gefragt, die Kompetenz ihrer Mitarbeitenden im Umgang mit K\u00fcnstlicher Intelligenz systematisch zu st\u00e4rken.\u00a0<\/p><p data-start=\"568\" data-end=\"596\"><strong data-start=\"568\" data-end=\"596\">Nutzen Sie diese Chance:<\/strong><\/p><ul data-start=\"598\" data-end=\"761\"><li data-start=\"598\" data-end=\"643\"><p data-start=\"600\" data-end=\"643\">Pr\u00fcfen Sie Ihren aktuellen Schulungsstand<\/p><\/li><li data-start=\"644\" data-end=\"701\"><p data-start=\"646\" data-end=\"701\">Entwickeln Sie ein ma\u00dfgeschneidertes Trainingskonzept<\/p><\/li><li data-start=\"702\" data-end=\"761\"><p data-start=\"704\" data-end=\"761\">Sichern Sie Ihre Compliance durch gezielte Qualifizierung<\/p><\/li><\/ul><p data-start=\"763\" data-end=\"1013\">Sie ben\u00f6tigen Unterst\u00fctzung bei der Entwicklung und Umsetzung eines KI-Kompetenzprogramms?<br data-start=\"860\" data-end=\"863\" \/><strong data-start=\"1015\" data-end=\"1095\">Kontaktieren Sie unsere Experten f\u00fcr <a href=\"https:\/\/2b-advice.com\/de\/marcus-belke\/\">Datenschutz<\/a>, Compliance &amp; KI-Strategie:<\/strong> Wir beraten Sie individuell und begleiten Sie bei der rechtskonformen und praxisnahen Umsetzung der KI-VO in Ihrem Unternehmen.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine der ersten anwendbaren Verpflichtungen aus der KI-Verordnung betrifft die KI-Kompetenz aus Artikel 4: Unternehmen und \u00f6ffentliche Stellen m\u00fcssen daf\u00fcr sorgen, dass alle Personen, die KI-Systeme entwickeln, betreiben oder anwenden, \u00fcber hinreichende Kenntnisse und F\u00e4higkeiten im Umgang mit KI verf\u00fcgen. Die EU hat jetzt neue FAQ zu Artikel 4 KI-VO ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":38289,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[25,423],"tags":[63,355,137],"class_list":["post-38274","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-datenschutz-in-europa","category-ki-verordnung-ki-vo","tag-ai-act","tag-artikel-4-ki-vo","tag-ki-verordnung-ki-vo"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.6 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>KI-Kompetenz nach Artikel 4 KI-VO: Neue EU-FAQ - 2B Advice<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Eine der ersten bereits anwendbaren Verpflichtungen betrifft die KI-Kompetenz aus Artikel 4 KI-Verordnung.\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/2b-advice.com\/de\/2025\/05\/29\/ki-kompetenz-nach-artikel-4-ki-verordnung-eu-veroeffentlicht-neue-faq\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"KI-Kompetenz nach Artikel 4 KI-VO: Neue EU-FAQ - 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